Der Euro – ein teurer Spaß?

Geld

Nun hat man sich an alle Vorteile einer gemeinsamen Währung, zumindest in vielen europäischen Ländern, gewöhnt und die Wirtschaft, wie auch die Privatleute haben sich längst auf den Euro eingestellt. Doch nun, seit die Eurokrise eingetreten ist bzw. die Tatsache, dass einige Länder offensichtlich nicht ihre wahren Zahlen veröffentlicht haben und das gesamte Finanzgefüge ins Rutschen gekommen ist, fragen sich viele, ob der Euro noch zu retten ist. Der Wirtschaft und der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden Jahren zuliebe, sollten sicher alle Anstrengungen unternommen werden, um den Euro wieder auf gesunde Füße zu stellen. Gerade für eine Exportnation wie Deutschland sie ist, wäre eine Rückkehr zur ehemaligen Währung mit katastrophalen wirtschaftlichen Folgen verbunden.

Aber die Rettung des Euro wird teuer werden, denn in den letzten Tagen wurde bekannt, dass Finanzminister Schäuble deswegen für das kommende Jahr eine doppelt so hohe Tranche einrechnen muss, wie ursprünglich gedacht. Zudem war die erste Zahlung von ursprünglich 4,6 Milliarden Euro für 2013 geplant, doch nun muss der Betrag von 8,6 Milliarden bereits im kommenden Jahr aufgebracht werden. Der gesamte deutsche Anteil beträgt sogar 21,5 Milliarden. Die Experten in Brüssel beraten derzeit über die Einzelheiten für die Vorverlegung des ESM auf den Sommer 2012. Anfang Dezember wurde die Vorverlegung des Arbeitsbeginns der ESM beim EU-Gipfel in Brüssel beschlossen. Dennoch bleibt zu hoffen, dass der Euro sich nicht zum Fass ohne Boden entwickelt. Die Frage aber sollte gestellt werden dürfen: Wenn die Rettung des Euro gelingt, geschultert von einigen wenigen Staaten, werden die Verursacher zur Rechenschaft gezogen?

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